Tag Archiv für Angehörigen-Pflege

Weil das Hamsterrad keine Karriereleiter ist: Businessplanning im „Rad des Wandels©“


„Das Hamsterrad ist keine Karriereleiter!“

Diesen trefflich-launigen Satz hörte ich vor einigen Wochen in einem Radiointerview mit Eckhard von Hirschhausen. Wie ich zwischenzeitlich recherchierte, gibt es sogar Seminare, die mit diesen Slogan werben.

Eine Livedemonstration anderer Art erlebte ich jüngst auf einer Gründungsveranstaltung im bayerischen Umland. Zwei Trainer, beide reiferen Jahrgangs – und wie ich weiß, vor einiger Zeit durch Krankheit bereits mit der Endlichkeit ihrer Kräfte konfrontiert, sprachen geradezu stolz über ihre regelmäßigen 80-Stundenwochen sowie „heruntergerissenen Kilometern“. Und natürlich erwarteten sie für diesen Einsatz mindestens Bewunderung, wenn nicht Applaus. Als ob Selbstaufopferung allein schon eine Leistung wäre. „Welches Unternehmerbild geben sie damit denjenigen als Orientierung, die gerade erst in ihr eigenes Business starten?“ – dachte ich. Das Publikum dieses Infotages war jedoch größtenteils ebenfalls in der zweiten Lebenshälfte angekommen – und zwischen die meisten Lacher mischten sich ziemlich zweifelnde Blicke: in denen ich die nachfolgende Frage las.

Heisst Selbständigsein: Selbst arbeiten und zwar ständig!“

Aus meiner Erfahrung ein Statement, das sich selbst überlebt hat. Denn die meisten Menschen, die sich in der Lebensmitte persönlich wie beruflich neu orientieren, wünschen sich Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und mehr Zeitsouveränität! Oft gelangen die SpätgründerInnen durch klassische Wendepunkte jenseits der 40 Lenze, wie Krankheit, Angehörigenpflege oder familiäre Trennungen, auf die Neuorientierungsspur. Und immer häufiger auch, weil Leistungsdruck und Tempo im bisherigen Job für sie keine Erfüllung mehr darstellten. So sie es denn jemals waren. Da kommen dann Freistellungen und Abfindungen gerade recht, mit denen nach wie vor viele Arbeitgeber ihre Belegschaften zukunftsfähig machen, ergo verjüngen wollen. Dass dies in mehrerlei Hinsicht eine Milchmädchenrechnung ist, hat so manches Unternehmen immer noch nicht erkannt. Aber das ist ein anderes Thema…

Nach dem ersten Schock ist es für ihre Arbeitnehmer jedoch ein Befreiungsschlag, denn:

Adieu, du Land der Duracell-Hasen!“

Endlich nichts mehr „müssen“, stattdessen nach bislang ungelebten Talenten und Träumen fahnden, endlich Neues Lernen nach eigenem Gusto – endlich durchatmen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Um dann mit Ideen, Konzepten und Geschäftsmodellen einen neuen Weg im eigenen Business einzuschlagen!

Darin liegen spannende Möglichkeiten für Jeden – aber auch eine ungewohnte Herausforderung für Viele, wie ich nicht nur aus über 20jährigen Beratungspraxis weiß: die kontinuierliche Selbstführung als LebensunternehmerIn!
Also neben ganz praktischen Aufgaben des Unternehmertums auch zu entscheiden,

  • welches Pensum an Projekten und Terminen stimmig ist?
  • wie sich daraus die Sichtbarkeit und Präsenz im Außen gestaltet – virtuell wie real?
  • wie man kreative Freiräume und Auszeiten ins Geschäftsmodell integriert?
  • und was man auch in punkto Arbeitsstil hinter sich lässt?

Weniger bedeutet nicht, dass etwas fehlt!“

Stellen Sie aber nicht nur als Neu-UnternehmerIn – sondern gerade auch wenn Sie schon länger im selbständigen Business unterwegs sind – einmal Ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand:

  • Stimmt Ihre Leistungs- und Produktpalette (noch) mit dem überein, was Ihnen am Herzen liegt?
  • Welche Angebote werden im bestehenden Format nicht ausreichend nachgefragt, brauchen als zumindest ein „reFraming“? Oder dürfen ganz gehen?
  • Stimmt Ihr Zeiteinsatz (noch) mit dem überein, was Ihnen Lebensqualität beschert? Passen Rhythmus und Takt im Außen zu Ihren „Inneren Archetypen“?
  • Spiegelt Ihre Sichtbarkeitsstrategie (Website/Blog, SocialMedia und Präsenz-Netzwerke) Ihre Positionierung wider?
  • Welche „ausgelebten“ mentalen Überzeugungen dürfen Sie auf den Prüfstand stellen – und in eine zeitgemäße innere Ausrichtung wandeln?
  • Wo entdecken Sie noch einmal Neuland?

Im „Rad des Wandels©“ – dem von mir entwickelten Werkzeug für die persönliche Neuausrichtung sowie eine zyklische Unternehmensgestaltung – ist in diesen Wochen energetisch genau der richtige Zeitraum, um den eigenen Standort im Business mit allen Sinnen wahrzunehmen und die Weichen neu zu stellen – in Richtung des Lebensunternehmerstums, das Ihnen jetzt entspricht! Sie wünschen sich hierbei individuelle Expertise und Begleitung?

Dann stehe ich Ihnen gerne in der „UnternehmerInnen-Werkstatt“ zur Seite: mehr unter http://www.agentin-fuer-wandel.com/angebote-termine/impulsgespräche-business-profiling/

Oder wünschen Sie sich dazu den Austausch in einer Gruppe Gleichgesinnter: dann ist die SeminarAuszeit das richtige Format für Sie: „Das Geheimnis Ihres Erfolges!“ findet vom 5. bis 7. März 2015 zum Sonderpreis von 205 € (drei Tage inklusive Verpflegung!) sowie in Kooperation mit der IHK-Akademie Westerham (zwischen München und Rosenheim gelegen) statt.

Anmeldung bis 24. Februar 2015 unter https://akademie.muenchen.ihk.de/bildung/Existenzgr%C3%BCndung-2-Das-Geheimnis-Ihres-Erfolges-SeminarAuszeit-f%C3%BCr-Selbst%C3%A4ndige-auf-Neuen-Wegen/6317

 

Ich wünsche Ihnen in jedem Fall ein kraftvolles Businessplanning 2015 und freue mich, Sie durch diesen Beitrag dabei zu inspirieren!

Für mehr nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf :-)

Herzliche Grüße
von Danielle G. Löhr
Agentin für Wandel.

Bewusst anders erfolgreich!
https://www.xing.com/profile/DanielleG_Loehr

Die neuen ElternZeiten: Angehörigen-Fürsorge ist für Selbständige eine Herausforderung …,

… die nicht selten existenzgefährdend wird  – sowohl wirtschaftlich wie gesundheitlich:
Die wenigsten Solo-UnternehmerInnen sind wirklich darauf vorbereitet!

Ich habe diese Herausforderung mit der Begleitung meiner Mutter über sechs Jahre lang intensiv erfahren, bin schließlich auf mehreren Ebenen an meine Grenzen und darüber hinaus gegangen: bis meine Seele über meinen Körper die Reißleine zog. Und es war auch ein längerer Weg zurück in die eigene Kraft.
Ein wichtiges “Medikament” ist darüber zu sprechen, wie ich zwischenzeitlich auch aus der Begleitung von Clientinnen und Clienten weiß, die “Pflege” als Beratungsthema mitbringen.

Und so habe ich die Einladung der Burnout-Lotsin und Heilpraktikerin Christina Bolte zum Podiumsgespräch “Burnout – der Weg zurück ins Leben!” sehr gerne angenommen: Auch wenn es mit einem ordentlichen “Mutanfall” verbunden ist!

Am 19. März 2014 von 19.00 bis circa 21.00 Uhr im HUB München
Organisationsbeitrag 25 € (inklusive Aperitif)
Mehr erfahren Sie auf dieser XING-Eventseite: https://www.xing.com/events/podiumsgesprach-burnout-weg-leben-1316245


Vorab möchte ich bereits einige Gedanken zu den neuen ElternZeiten mit Ihnen teilen.

Wenn unsere Eltern zunehmend Betreuung benötigen oder zum Pflegefall werden, stellt dies für jede(n) Einzelne(n) sowie für das gesamte Familiengefüge eine große Herausforderung und auch Belastung dar, und zwar in vielfältiger Hinsicht:

– Weil der Pflegebedarf häufig ganz plötzlich, etwa ausgelöst durch einen Sturz oder Unfall, offenbar wird. Und dann binnen kürzester Zeit tragfähige Lösungen gefunden und installiert werden müssen, die das bisherige Leben der unmittelbar Betroffenen auf den Kopf stellen.

– Weil ältere Menschen ihre körperlichen wie mentalen Grenzen oft nicht wahrhaben wollen – oder können. Und so gezielte Unterstützungswünsche nicht (vollständig) von sich aus thematisieren: Stattdessen Einschränkungen so lange wie möglich bagatellisieren. Nicht selten spielt dies indirekt eine Rolle bei für Stürzen.
Besonders in der Anfangsphase einer demenziellen Erkrankung tritt diese Verleugnung gehäuft auf, sie ist selbst Teil des Krankheitsbildes. An Demenz bzw. Alzheimer erkrankte Menschen sind wahre Meister/innen der Kompensation! Das macht es Angehörigen zusätzlich schwer, frühzeitig die realistischen Unterstützungsbedarfe zu erkennen – um gemeinsam Betreuungs- und Pflegelösungen zu initiieren.

– Weil sich durch die Bedürftigkeit der Eltern quasi die Rollen umkehren: Und Kinder oder Enkel (mit)verantwortlich für ihre ehemals Erziehungsberechtigten entscheiden und handeln müssen. Manchmal auch entgegen deren Wunschvorstellungen.
Zudem kommen über lange Jahre verdrängte, also „unter den Teppich gekehrte“ Familienthemen zwangsläufig wieder an die Oberfläche: im Umgang mit den jetzt 70 bis 90jährigen haben “verdrängte Kriegserfahrungen” eine enorme Brisanz. Dies erschwert die durch die Pflege ohnehin angespannte Situation zusätzlich. In besonderem Maße, wenn die Lebensmittelpunkte der Familienmitglieder räumlich weiter voneinander entfernt liegen.

– Weil die Frage nach aktiver Übernahme der Angehörigen-Pflege die individuellen Lebensentwürfe, Bedürfnisse und beruflichen Ambitionen der Pflegenden Angehörigen auf den Prüfstand stellt. Und das Thema der „Vereinbarkeit“ dadurch eine weitere Dimension erhält. Nicht nur für Frauen, denn auch immer mehr Männer fühlen sich in familiären Belangen in stärkerem Maße gefordert – und wollen diese Ganzheitlichkeit auch leben: ob in Kinderbetreuung oder der Elternpflege.
Dennoch ist aktive Pflege bis auf weiteres primär ein Frauen-Thema! Und so gesellt sich zur „Rabenmutter“ wohl bald das Schlagwort der „Rabentochter“ … und nagt am Gewissen.

– Und schließlich: weil Menschen in der Lebensmitte – die sognannte „Sandwich-Generation“ – in punkto Vereinbarkeit zunehmend dreifach gefordert ist: mit Kindern und Eltern und der Vorsorge für das eigene Alter!


Fünf gute Gründe für neue Beratungs- und Unterstützungs-Angebote, die die besonderen Problemstellungen in Bereich „Pflege“ ernst nehmen. Gleichzeitig eine große Chance für Unternehmer/innen und Unternehmen, sich durch lebensnahe wie ganzheitliche Service-Konzepte für ihre Mitarbeitenden vom Wettbewerb abzuheben (Stichwort „Employer-Branding“) – und so in ihre eigene Zukunftsfähigkeit zu investieren.
Oder als Pflege-Dienstleister/in einen wichtigen Markt zu erschließen!

Liebe LebensunternehmerInnen, ich freue mich sehr, Ihnen am Mittwoch, den 19. März 2014 beim „Podiumsgespräch“ zu begegnen: https://www.xing.com/events/podiumsgesprach-burnout-weg-leben-1316245